Wir sind eine Graswurzelorganisation aus internationalen Freund*innen der guten Küche und Aktivist*innen, offen für alle, die mitmachen möchten.
Mit Leichtigkeit widmen wir uns der schweren Aufgabe nachhaltiger Ernährungssysteme: Statt verschwenderischer Massenproduktion setzen wir auf saisonale, lokale und gesunde Lebensmittel als Antwort auf Klimawandel und den Verlust der Artenvielfalt. Wir laden Stadtbewohner*innen dazu ein, sich wieder mit den Ursprüngen ihrer Zutaten zu verbinden.
Essen ist politisch: Was wir essen, wie wir essen und wie wir unsere Lebensmittel produzieren, bestimmt, wer wir als Gesellschaft und als Spezies sind. Der Wandel, den wir anstreben, betrifft nicht nur das menschliche Wohl, sondern auch das Wohl des Planeten und nichtmenschlicher Tiere. Die zerstörerische industrielle Landwirtschaft verschmutzt Luft, Wasser und Böden und führt zur grausamen Ausbeutung und zum täglichen Leid von Millionen fühlender Lebewesen.
Unsere öffentliche Arbeit findet vor allem in Form von gemeinschaftlichen Veranstaltungen statt, wie Workshops und Koch-Sessions. Wir glauben an die Kraft von Essen als geteilte Erfahrung, die langfristige Verbindungen zwischen Menschen schafft.
Alles ist bereits da: Wir arbeiten mit dem, was vorhanden ist, und verwandeln es. Die Zutaten, mit denen wir kochen, sind food-saved – also vor der Verschwendung gerettete Lebensmittel. Unser Protest ist friedlich und konstruktiv; wir versuchen, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln, statt sie zu zerstören.
Wir haben eine ausgeprägte Bildungsorientierung. Wir lernen nicht nur kontinuierlich und geben unser Wissen weiter, sondern schaffen auch Räume, in denen andere ihre Fähigkeiten teilen können.
Inklusion steht im Zentrum unserer Arbeit. Damit Veränderung wirksam sein kann, muss sie möglichst viele unterschiedliche Menschen aktiv einbeziehen. Nur durch Vielfalt an Bedürfnissen und Perspektiven können wir eine gemeinsame Zukunft gestalten.
Wir verstehen uns als Gegenbewegung zum Kapitalismus. Unsere Struktur ist hierarchiefrei und nicht gewinnorientiert: Alle Veranstaltungen sind spendenbasiert, unsere Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und treffen Entscheidungen gemeinsam.
Wir sind nicht allein und wollen nichts Besonderes sein. Wir sind Teil eines Netzwerks großartiger Initiativen, die gemeinsam an einem radikalen Wandel der Stadt arbeiten. Als Teil des Torhaus e.V. gestalten wir die Zukunft des ehemaligen Flughafens Tempelhof mit und schaffen einen öffentlichen Raum für die Bürger*innen Berlins.
Für jede*n von uns ist das Kollektiv ein Raum, um Kreativität zu entfalten und Hoffnung zu stärken. Da wir stets einen Anfängergeist bewahren, ist keine Idee ausgeschlossen, und alles wird möglich.