Wie prägt Essen die Art, wie wir die Welt sehen, uns um unsere Communities kümmern und uns eine nachhaltigere Zukunft vorstellen? Genau diese Fragen standen im Mittelpunkt von „Food for Thought“, einer Veranstaltung im Haus der Kulturen der Welt (HKW) im Rahmen des Programms „A Participatory Planet“.
Das Torhaus Koch Kollektiv (ToKoKo) war begeistert, Teil dieses Treffens zu sein, das Essen als Medium für Kreativität, Nachhaltigkeit und soziale Verbindung gefeiert hat. Die Veranstaltung drehte sich nicht nur darum, was auf den Tellern landet – es ging um die Frage, wie Essen den Zustand unseres Planeten widerspiegelt und welche Beziehungen wir miteinander teilen.
Bei „Food for Thought“ war Essenszubereitung mehr als nur eine Aufgabe – sie wurde zu einem gemeinsamen Akt der Fürsorge. Die Teilnehmenden waren eingeladen, Mahlzeiten aus geretteten Lebensmitteln mitzukochen und mitzugestalten – ein starkes Plädoyer dafür, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und gleichzeitig die Fülle des bereits Vorhandenen sichtbar zu machen.
Als Kollektiv, das überschüssige Lebensmittel rettet und in lebendige Gemeinschaftsmahlzeiten verwandelt, haben wir uns in diesem Ansatz sofort wiedergefunden. Seite an Seite mit anderen in einer geteilten Küche zu arbeiten, hat uns einmal mehr gezeigt, wie gemeinsames Kochen Barrieren abbauen, Gespräche anstoßen und neue Verbindungen schaffen kann.
Besonders prägend war der Fokus auf die Schnittstellen von Essen, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit. In Workshops und Gesprächen haben wir Ansätze diskutiert, die bestehende Strukturen hinterfragen, zum Beispiel:
Diese Gespräche haben uns daran erinnert, dass Essen politisch ist – jede Entscheidung, von der Herkunft der Zutaten bis zu dem, was letztlich auf dem Tisch landet, hat Auswirkungen auf Ökosysteme, Wirtschaft und Gemeinschaften.
Die Teilnahme an „Food for Thought“ hat uns mit vielen Ideen und neuer Energie zurück in unseren Alltag geschickt:
„Food for Thought“ hat uns noch einmal deutlich gemacht, warum wir tun, was wir tun: Essen kann weit mehr nähren als nur den Körper. Es kann kritische Gespräche anstoßen und zu konkretem Handeln für eine bessere Zukunft motivieren.
Wir sind dankbar, dass HKW einen Raum geschaffen hat, in dem diese Ideen wachsen konnten – und stolz, Teil einer Community gewesen zu sein, die die Rolle von Essen in unserem Leben neu denkt.